Regulatorisch eingeordnet. Korrekt klassifiziert. Zulassungssicher.

Software & AI

Software als Medizinprodukt, KI-gestützte Systeme, digitale Diagnostik – die regulatorischen Anforderungen sind komplex und entwickeln sich schnell weiter. Wir begleiten Hersteller digitaler Produkte bei der regulatorischen Einordnung, Klassifizierung und Dokumentation – nach MDR, IVDR, IEC 82304, IEC 62304 und AI Act.

Ist unsere Software ein Medizinprodukt – und wenn ja, was bedeutet das?

Das ist die Frage, mit der die meisten Hersteller zu uns kommen. Und sie zieht weitere nach sich: Software as a medical device oder embedded Software (Steuerung des Medizinprodukts)? Welche Klasse? Zubehör oder Komponente? Wir bringen Klarheit – bevor falsche Annahmen zu teuren Korrekturen führen.

Unsere Leistungen im Bereich Software, AI & digitale Medizinprodukte​

Regulatorische Einordnung & Klassifizierung

  • Ihre Software ist regulatorisch korrekt eingeordnet – MDSW/SaMD-Qualifizierung nach MDR/IVDR
  • Die richtige Risikoklasse ist bestimmt – Klassifizierung nach MDR/IVDR und Sicherheitsklassifizierung nach IEC 62304
  • Grenzfälle und Abgrenzungsfragen sind argumentativ geklärt, bevor sie zum Zulassungsproblem werden

Software-Lifecycle & Dokumentation

  • Ihre bestehenden Software-Lifecycle-Prozesse sind aus regulatorischer Sicht bewertet und strukturiert
  • Softwarebezogene Dokumentation ist nach den geforderten Normen vollständig und prüfbereit aufgebaut
  • Die Anforderungen der Softwarenormen sind regulatorisch korrekt angewendet – nicht nur formal erfüllt
  • Cybersecurity-Nachweise, IEC 62304-Dokumentation und Gebrauchstauglichkeitsnachweise sind Bestandteil der Technischen Dokumentation – und müssen dort prüfbereit vorliegen → Technische Dokumentation

KI & AI Act

  • Ihr KI-System ist regulatorisch eingeordnet – nach MDR/IVDR und AI Act
  • KI-Risikobewertung aus regulatorischer Sicht ist strukturiert und dokumentiert
  • Der Einsatz KI-gestützter Tools im QM oder in regulatorischen Prozessen ist regulatorisch bewertet und validiert

Gebrauchstauglichkeit & Usability

  • Regulatorische Anforderungen nach IEC 62366 sind korrekt angewendet und dokumentiert
  • Usability Engineering ist nachvollziehbar in Technische Dokumentation und Risikomanagement integriert

    Hinweis: Wir begleiten die regulatorische Umsetzung der Gebrauchstauglichkeit keine Design- oder UX-Leistungen.

Schnittstellenbewertung

  • QM-System, Risikomanagement, Klinische Bewertung, Technische Dokumentation und PMS sind konsistent mit den softwarebezogenen Anforderungen verknüpft
  • Lücken zwischen regulatorischen Disziplinen sind identifiziert und geschlossen

    Technische Dokumentation für digitale Produkte:
    → Technische Dokumentation
    Softwarebezogene QM-Anforderungen:
    → QM & Auditbegleitung
    Teams für den regulatorischen Umgang mit Software qualifizieren:
    → Trainings & Seminare

Regulatorische Klarheit für digitale Produkte – von Anfang an.

Falsche Einordnung kostet Zeit und Geld. regular services hilft Ihnen, die richtigen Fragen früh zu stellen – und sicher zu beantworten.

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Wann Hersteller zu uns kommen

Neue digitale Produkte

Software oder KI-Systeme müssen regulatorisch eingeordnet und klassifiziert werden, bevor die Entwicklung weitergeht.

Bestehende Software

Lifecycle-Prozesse, Dokumentation oder Klassifizierung müssen auf  regulatorische Konformität geprüft werden.

KI & AI Act

KI-gestützte Systeme oder Tools im regulatorischen Umfeld müssen bewertet und vorbereitet werden.

Unsere Leistungen

Unsere Kunden

Medizinprodukte-
hersteller

Startups

Lieferanten für Medizinprodukte/ IVD

Behörden

IVD-Hersteller

Investoren

Häufige Fragen zu Software, AI & digitalen Medizinprodukten

Wann ist Software ein Medizinprodukt nach MDR?

Software gilt als Medizinprodukt, wenn sie für einen medizinischen Zweck bestimmt ist – etwa zur Diagnose, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten. Entscheidend ist die Zweckbestimmung des Herstellers, nicht die technische Funktion allein. Reine Speicher-, Archivierungs- oder Kommunikationsfunktionen begründen noch keine Eigenschaft als Medizinprodukt. Die Abgrenzung ist oft komplex – wir helfen Ihnen, sie sauber zu klären.

Was ist der Unterschied zwischen SaMD und SiMD?

SaMD (Software as a Medical Device) ist eigenständige Software, die selbst ein Medizinprodukt ist. SiMD (Software in a Medical Device) ist Software, die als integraler Bestandteil eines Hardware-Medizinprodukts eingebettet ist. Beide Kategorien fallen unter die Definition von Medical Device Software (MDSW) nach MDR und IVDR – mit unterschiedlichen regulatorischen Konsequenzen für Klassifizierung und Dokumentation.

Welche Klassifizierung gilt für Software – MDR oder IEC 62304?

Beide – aber sie messen unterschiedliche Dinge. Die MDR klassifiziert nach dem Risiko des Produkts für Patienten in die Klassen I bis III, während die IEC 62304 die Software-Sicherheitsklasse nach dem möglichen Schaden durch einen Softwarefehler in Klassen A, B und C einteilt. Beide Klassifizierungen sind erforderlich und müssen aufeinander abgestimmt sein.

Muss KI in Medizinprodukten zusätzlich nach dem AI Act bewertet werden?

Ja – KI-gestützte Medizinprodukte können sowohl unter MDR als auch unter den AI Act fallen. Beide Regelwerke stellen eigene Anforderungen, die sich teilweise überschneiden, aber nicht deckungsgleich sind. Die regulatorische Einordnung hängt vom konkreten System und seinem Einsatzbereich ab. Wir bewerten KI-Systeme aus beiden Perspektiven und bereiten Sie auf beide Anforderungen vor.

Was sind die regulatorischen Anforderungen an Cybersecurity für Medizinprodukte?

Medizinprodukte mit externer Schnittstelle – etwa USB oder Ethernet – unterliegen den IT-Sicherheitsanforderungen der MDR, die in Anhang I als allgemeine Sicherheits- und Leistungsanforderungen formuliert sind. Ergänzend gibt es MDCG-Leitlinien zur Cybersecurity. Wir identifizieren die für Ihr Produkt relevanten Anforderungen und helfen Ihnen, sie dokumentiert nachzuweisen. Die meisten Leitlinien und regulatorischen Anforderungen referenzieren die IEC 81001-5-1, teilweise auch auf den IEC/TR 60601-4-5.

Ist die IEC 62304 für Software-Medizinprodukte verpflichtend?

Die Anwendung der IEC 62304 ist technisch freiwillig – die MDR verweist nicht  auf sie.  Um gemäß der Forderungen der MDR einen Konformitätsnachweis zu erbringen, bietet sich die Norm an. Sinnvolle Vorgehensweisen und Dokumente für die SW-Entwicklung werden eingeführt und guter SW-Entwicklungsprozess kann abgeleitet werden. Einige Normen können integriert werden, je nach Softwarecharakteristik, da z.B. die Cybersecurity Norm IEC 81001-5- und die Ergänzungsnorm für SaMD IEC 82304 strukturell an die IEC 62304 angelehnt sind.

Die teuerste Frage ist die, die zu spät gestellt wird.

Ist Ihre Software ein Medizinprodukt? Welche Klasse? Welche Anforderungen? Je früher das geklärt ist, desto weniger kostet es Sie später. Wir schaffen Klarheit, bevor die Entwicklung in die falsche Richtung läuft.